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Eifersucht

Eifersucht kann Betroffenen das Leben zur Hölle machen. Laut einer repräsentativen Umfrage kennen 77 % der deutschen Frauen und 80 % der deutschen Männer das Gefühl von Eifersucht bei sich selbst. Eine amerikanisch Studie fand heraus, daß Eifersucht weltweit eines der wichtigsten Tötungsmotive ist, und es ist ein Gefühl, das weltweit weiter zunimmt.

Es ist traurig, aber dauerhafte Beziehung sind heute nur noch selten zu finden und das ist vielleicht gerade der Grund, warum wir so sehr unseren Partner festhalten wollen. In unserer materiellen Gesellschaft wollen wir Dinge besitzen wir fixieren uns so sehr auf unseren Partner, daß wir unser ganzes Leben auf ihn ausrichten.

Ich möchte hier auf zwei Arten der Eifersucht eingehen.

Die normale Eifersucht, die eine ganz normale Regung ist und sogar bei Tieren beobachtet wurde

und

die krankhafte Eifersucht, die krankhafter, übertriebener Eifersucht, die ständig da ist und immer wieder aufflammt.

 

Krankhafte Eifersucht

Die krankhafte Eifersucht ist die oft unbegründete, übertriebene Eifersucht, die ständig da ist und immer wieder neu aufflammt. Sie unterscheidet sich deutlich von der normalen Eifersucht. Die normale Eifersucht ist nicht immer da und klingt ab, wenn nicht ein Grund zur Eifersucht besteht. Die krankhafte Eifersucht besteht aber teilweise auch ohne Grund. Opfer reden sich Dinge ein und sehen überall Gefahren.

Depressionen, Hass, Überreaktionen, Wutausbrüche, Teller zerschlagen, Gewalt, Racheverhalten, Hinterherspionieren und Selbstmorddrohungen sind oft Zeichen für übertriebene und krankhafte Eifersucht.

Psychoanalytiker begründen die pathologische Eifersucht:

mit dem Fehlen bedingungsloser Liebe und Geborgenheit in der Kindheit,

starke, andauernde Ablehnungserlebnisse in der Kindheit

Zweifel an der eigenen Wertschätzung

wiederholte schlechte Erfahrungen mit unzuverlässigen Partnern

der nicht effektiv bewältigten normalen Eifersucht eines Kindes auf nachfolgende Geschwister.

Sie sagen auch, daß Menschen, die oft Ablehnung erfahren haben und wenig Liebe und Geborgenheit kennen, stärker gefährdet sind an pathologischer Eifersucht zu leiden. Dieser Mensch will dann dieses Gefühl abwehren, in dem er möchte, daß der Partner ausschließlich für ihn da ist und er die totale Kontrolle über den Partner hat.

Wolf Jordan gibt in seinem Buch "Die Eifersuchtsfalle. Neues Vertrauen und Selbstsicherheit finden" sechs Ratschläge für pathologisch eifersüchtige Menschen. Er schreibt auch, daß diese Ratschläge nutzbringend für "normal" eifersüchtige sind:

Passen Sie sich nicht aus Angst vor dem Verlassen werden völlig an die Bedürfnisse und Wünsche Ihres Partners an.

Versuchen Sie nicht, den Partner durch Kontrollmaßnahmen an der (vermuteten oder tatsächlichen) Untreue zu hindern. Diese Strategie ist bestenfalls geeignet, sich selber zu quälen oder belächelt zu werden.

Wenig hilfreich ist es, das eigene Selbstwertgefühl durch zahlreiche oberflächliche Sozialkontakte zu stabilisieren und den Partner damit eventuell ebenfalls eifersüchtig machen zu wollen.

Angst oder Wut auf den anderen mögen noch so groß sein, versuchen Sie dennoch, ihm respektvoll zu begegnen. Erinnern Sie sich immer wieder an die Eigenschaften, die Sie an ihm oder an ihr schätzen.

Werden Sie in ihren eifersüchtigen Gefühlen nicht blind für die Liebeszeichen ihres Partners oder ihrer Partnerin.

Werden Sie sich klar über ihre eigenen Bedürfnisse in Ihrer Partnerschaft. Versuchen Sie, die Bedürfnisse klar und eindeutig zu formulieren. Eine ganze Reihe von lang anhaltenden Eifersuchtsgeschichten konnte entstehen, weil es langanhaltende Unzufriedenheiten in der Beziehung gab, verbunden mit dem vermuteten inneren Rückzug eines Partners und seiner / ihrer vermuteten Wünsche nach Untreue.

 

Normale Eifersucht

Die normaler Eifersucht gilt als Reaktion auf drohenden Liebesverlust. Eifersucht ist Liebesneid, die Sorge, den geliebten Menschen zu verlieren. Es ist ein quälendes Gefühlsgemenge und wird häufig als eigenständiges Gefühl bezeichnet, hinter der Eifersucht verbergen sich aber in der Regel eine Reihe unterschiedlicher Gefühle: Angst, Wut, Traurigkeit, Haß, Minderwertigkeitsgefühle. Vorrangig ist Eifersucht mit Angst verbunden, vom Partner nicht mehr geliebt und / oder verlassen zu werden. Diese Angst hat keinen Raum für klare Gedanken, führt zum "Ausrasten" und Verrückt spielen.

Von all diesen negativen Gefühlen werden Eifersüchtige gleichzeitig befallen. Gerade deswegen ist Eifersucht so schwer auszuhalten. Wie stark die Eifersucht auftritt, ist ganz unterschiedlich. Manche Menschen leben mit der ständigen Angst, ihr Partner könne sie verlassen und das kann dann schon unter die krankhafte Eifersucht fallen.

Das Leiden an der Eifersucht spielt sich auf verschiedenen Ebenen ab. Geht der Partner fremd, dann ist für die Betroffenen vor allem der Vertrauensbruch schwer zu verwinden, der ihnen zugefügt wird. Sie leiden unter dem Gefühl, ausgeschlossen und gedemütigt zu sein. Sie leiden aber auch unter der Eifersucht selbst, weil sie ein Gefühl der Schwäche ist, und weil sie fürchten, gerade durch sie den Partner noch weiter von sich wegzutreiben.

Der Psychotherapeut Wolf Jordan schreibt in seinem Buch "Die Eifersuchtsfalle. Neues Vertrauen und Selbstsicherheit finden" , allen Betroffenen könne viel Leid erspart werden, würden Eifersüchtige zur Erklärung ihrer Gemütslage nur einen einzigen Satz über die Lippen bringen: "Ich bin eifersüchtig, weil ich Angst habe, Dich zu verlieren." Damit wäre der Auseinandersetzung die destruktive Schärfe genommen. Gleichzeitig wäre damit eine Basis für Gespräche geschaffen, die zu positiven Veränderungen in der Beziehung beitragen kann.


Er ein paar konkrete Ratschläge zusammengefaßt:

Passen Sie sich nicht aus Angst vor dem Verlassenwerden total an die Bedürfnisse und Wünsche des Partners an.

Versuchen Sie nicht, den Partner durch Kontrollmaßnahmen an der (vermuteten oder tatsächlichen) Untreue zu hindern. Diese Strategie ist bestenfalls geeignet, sich selber zu quälen oder sich der Lächerlichkeit preiszugeben.

Wenig hilfreich ist es, das eigene Selbstwertgefühl durch zahlreiche oberflächliche Sozialkontakte stabilisieren und den Partner damit eventuell ebenfalls eifersüchtig machen zu wollen.

Angst oder Wut auf den anderen mögen noch so groß sein, versuchen Sie dennoch, ihm respektvoll zu begegnen. Erinnern Sie sich an seine/ihre geliebten Eigenschaften.

Werden Sie nicht blind für Liebeszeichen des anderen.

Werden Sie sich über Ihre eigenen Bedürfnisse, die Partnerschaft betreffend, klar, und formulieren Sie diese eindeutig

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